Elisabeth Stiebritz
 

Blutegeltherapie


Blutegelbild

Die Wirkungsweise der Blutegeltherapie beruht auf dem Effekt der lokalen Blutentziehung. Es findet ein schonender Aderlaß mit Lymphentstauung statt. Durch den Speichel des Egels wird die Gewebsentzündung gehemmt.

Die im Speichel enthaltenen Enzyme beeinflussen die Blutfließeigenschaften positiv, es kommt gleichzeitig zu einem gefäßerweiternden Effekt. Außerdem wird der Lymphfluß angeregt und das umliegende Gewebe wird entwässert. Es kommt bei einigen Patienten zu einer Endorphinausschüttung, die eine merkliche Verbesserung des Allgemeinbefindens bewirken kann.

Eine Behandlung dauert ca. 90 Minuten. Oft ist eine einmalige Sitzung ausreichend. Zu Behandlungsbeginn wird der Egel an die entsprechende Stelle gesetzt, dort saugt sie sich fest und hakt sich mit seinen Kalkzähnchen in die Haut. Hierbei gibt der Egel verschiedene Stoffe in die Haut ab, die schmerzlindernd, entzündungshemmend und reinigend sind. Der Blutegel fällt allein ab und hinterlässt eine kleine Bisswunde, die 8-12 Stunden nachblutet. In dieser Zeit muss die Wunde mit einer saugfähigen Kompression abgedeckt werden. Nach Bildung der Borke genügt ein Pflaster.


Anwendungsgebiete der Blutegeltherapie:

  • akute und chronische Gelenkschmerzen
  • Krampfadern und Durchblutungsstörungen
  • Sehnen- und Sehnenscheidenentzündungen ( Tennisellenbogen, Golfarm )
  • Bluthochdruck
  • Rheumatische Erkrankungen
  • Wirbelsäulen- und Kreuzbeinsyndromen

Eine Kontraindikation besteht für Patienten mit Blutgerinnungs - und Wundheilungsstörungen, chronische Organerkrankungen,  dialysepflichtige Patienten, Erkrankungen des Immunsystems, der blutbildenen Organe und bei Schwangerschaft.

Zu den häufigeren Nebenwirkungen einer Behandlung mit Blutegeln zählt neben leichten Schwellungen, Blutergüssen und vorübergehendem Juckreiz an der Bissstelle auch Kreislaufschwäche. Grund dafür dürfte der Wirkstoffcocktail sein, den der Blutegel in die Bisswunde abgibt.


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